Ist der Rückentriathlon das richtige Konzept für Sie?

Checkliste: Testen Sie sich hier.

 

 

 




Grundlagen

Der Rückentriathlon ist ein effektives Heilmittel für Patienten mit chronischen Rücken-beschwerden (chronic low back pain)
Der Rückentriathlon stützt sich auf relevante wissenschaftliche Daten mit Bezug auf Prävention und Rehabilitation bei Rückenbeschwerden

Individualität
Der Rückentriathlon folgt einer ganz klaren Linie. Im Baseline Assessment des Patienten, wo sowohl die Eignung des Patienten für das Programm als auch individuelle Trainingsdaten ermittelt werden, wird ein persönliches Trainingsprogramm erstellt.

Stabilisation
Als erstes wird die lokal stabilisierende Muskulatur trainiert. Die international anerkannten Studien von Hodges etc. haben eindeutig angezeigt, dass bei vielen Patienten mit chronischen Rückenschmerzen eine Atrophie der lokal stabilisierenden Muskulatur (Mm. Multifidi, M. Iliopsoas und M.Transversus abdominis) und andererseits temporäre Fehlsteuerung vorliegt.

Disuse – Syndrom (Inaktivitäts-)
Nicht nur die Rückenmuskulatur atrophiert, sondern es entsteht ein Prozess der in der internationale Literatur Disuse – Syndrom genannt wird. Die Symptome sind:
• Weniger Typ-I-Muskelfasern
• Mehr Typ-II-Muskelfasern
• Weniger Kapillaren pro cm2 Muskel.
• Verringerte Konzentration aerobarbeitender Enzyme
• Niedrigere Muskelmasse bei normalem Körpergewicht.

Das Disuse – Syndrom wird  durch einen klassischen Teufelskreis erzeugt. Die Schmerzen führen dazu, dass der Patient sich weniger bewegt, dadurch kommt es zu einem Disuse –Syndrom, das  wiederum mehr Schmerzen auslöst. Das Disuse – Syndrom kann man aktiv  mit Kraftübungen entgegenwirken.

Progressive Adaptation
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Konzept der progressiven Adaptation. Vielfach werden für Patienten Übungsintensitäten  anhand von Daten gewählt, die bei Sportlern erhoben wurden. [Zimmermann]. Dies führt nicht selten zu Sekundärverletzungen oder sogar eine Exazerbation der primären Beschwerden, resultierend in eine Non-Compliance bei den Patienten. Durch die gründliche Ermittlung der individuellen Fitnessdaten startet der Patient im Rückentriathlon ganz unten im eigenen physiologischen Leistungsbereich. Dies minimiert das Risiko  einer Verletzung und fördert die Therapietreue. Dieser physiologische Leistungsbereich wird jetzt monatlich in sehr kleinen Schritten erhöht, sodass sich am Ende des Programmes (12 Monate) die Anfangsbelastung für die Übungen verdreifacht oder vervierfacht haben. Das Bindegewebe der nicht-suffizienten Strukturen der Lendenwirbelsäule hat so ausreichend Zeit, sich an die langsam steigernde Belastung zu adaptieren. Dies korrespondiert mit aktuellen Hypothesen der Physiologie und Trainingstherapie.

Milestones
Der Rückentriathlon ist zielorientiert und im Gegensatz zu anderen Therapien nicht schmerzorientiert. Schon in der Einweisung wird dem Patient deutlich gemacht an welchen Daten die monatlichen Meilensteine erreicht werden sollten und welches Ziel in einem Jahr angestrebt wird. Die Meilensteine stellen gleichzeitig das Steuerungssystem des Rückentriathlons dar. Werden Meilensteine nicht zur vereinbarten Zeit erreicht, werden in einer Zwischenevaluation Störfaktoren ermittelt.

Zeitmanagement
Im Zeitmanagement ist absichtlich die Zeitspanne von einem Jahr anvisiert. Diese Zeit entspricht der maximalen Periode, die das Bindegewebe braucht um zu heilen und das individuelle Belastbarkeitsmaximum zu erreichen. Turn-over

Stay at work
Konsequente Übungsprogramme wie der Rückentriathlon, die darauf gerichtet sind eine deutliche Veränderung in die individuelle Fitness des Patienten zu bringen, erreichen dass der Patient sich weniger krank meldet, aber auch nach Krankmeldung die Arbeit wieder eher aufnimmt